Spendenübergabe ans Palliative Netzwerk Aachen
Kommunionkinder aus Roetgen/Rott im Roetgener Rathaus
Wolkenfreier Himmel – 38°C – bestes Schwimmbadwetter. Aber neun Kommunionkinder aus Roetgen und Rott trafen sich am 25.6.26 nicht im erfrischenden Nass, sondern im Sitzungssaal des Roetgener Rathauses.
Mit kühlen Getränken versorgt, übergaben sie ein selbstgemaltes Plakat mit der Spende von fantastischen 600€ an die Koordinatorin der Kinder- und Jugendabteilung des palliativen Netzwerks Aachen. Luisa Kolkenbrock nahm die beträchtliche Summe, die die Kinder anlässlich ihrer Erstkommunion gesammelt hatten, begeistert entgegen. Für sie ist es ein Herzenswunsch, dass auch die Nordeifel flächendeckend mit Gruppenangeboten für trauernde Kinder, sogenannte „Pfützenspringer“, versorgt wird. Denn die bisherigen Angebote in Aachen für trauernde Kinder und Jugendliche sind für Familien aus der Eifel häufig schlichtweg zu weit entfernt.
Luisa Kolkenbrock erklärte den Versammelten, dass Kinder, die ihr geliebtes Haustier, Großeltern, ein Geschwisterkind, oder einen Elternteil verloren haben anders als Erwachsene trauern. Wie Pfützenspringer können sie schnell zwischen verschiedenen, z.T. ambivalenten Gefühlen wechseln. So empfinden sie Trauer, Freude, Wut aber auch Einsamkeit und Ratlosigkeit intensiver als Erwachsene und können rasch zwischen den Gefühlen hin- und herspringen. Aus diesem Trauerverhalten erwuchs der Begriff des „Pfützenspringers“. Familien finden in solchen herausfordernden Situationen in den vom palliativen Netzwerk angebotenen Gruppen tatkräftige Unterstützung.
Zuletzt hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre Fragen an Frau Kolkenbrock zu richten. Geduldig und zugewandt beantwortete sie diese, bevor es für die Kinder zurück ins warme Sommerwetter ging. Von Gesprächen über das Unvermeidliche hin zum Frohsinn des Lebens – Kinder sind Pfützenspringer durch und durch.

