Adieu Dorothee Wakefield

Datum:
Di. 20. Apr. 2021
Dorothee Wakefield (c) Himmelsleiter.de

Warum merkt man immer erst beim Winken, wie schön es war?“

Der GdG Rat zum Abschied von Dorothee Wakefield

Wer schon mal Radio hört kennt sicherlich das Lied von Bosse „Der letzte Tanz“. Eine Liedzeile lautet: „Und man weiß immer erst beim Abschied, was es einem bedeutet, und wie schön es eigentlich war.“

So geht es uns jetzt auch wieder. Die dritte Verabschiedung in 4 GdG-Ratssitzungen: diesmal heißt es Dorothee Wakefield, unserer Gemeindereferentin seit Oktober 2016, Adieu zu sagen. Und uns wird mal wieder bewusst, dass man die Zusammenarbeit mit liebgewordenen Menschen oft als zu selbstverständlich nimmt. Mit Dorothee verlieren wir eine pastorale Mitarbeiterin, die ihre Arbeit mit Herz und Seele ausübt.

Dorothee Wakefield war in vielen Aufgabenfeldern tätig; dabei war ihr die Arbeit mit Kindern, z.B. in der Grundschule Roetgen und in der Kommunionvorbereitung besonders wichtig. Hier ist es ihr gelungen, eine Kommunionvorbereitung auf GdG-Ebene zu etablieren. Es gab dabei Gegenwind und Zweifler, aber Dorothee hat ein kindgerechtes, familienfreundliches und theologisch ansprechendes Konzept entwickelt. Dabei war sie nie als Einzelkämpferin unterwegs. Sie hat gemeinsam mit einem Kreis Ehrenamtlicher ein Team gebildet, in dem man vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. Da gab es kein „Überstülpen“, sondern Begegnung auf Augenhöhe. Als ehrenamtlich Tätige fühlt man sich bei ihr ernst genommen. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Unsere GdG-Ratssitzungen hat Dorothee oft durch wohlüberlegte, geradlinige und kritische Statements bereichert, wobei sie niemals verletzend einem anderen gegenüber war. Man merkt, dass ihr der Mensch und insbesondere Kinder am Herzen liegen und sie ihrem Gewissen folgt. Eindrucksvoll hat sie das bewiesen, als sie im Rahmen der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche den Versöhnungsweg der Kommunionkinder aussetzt, weil er ihr in der Situation unangemessen schien.

Wir wünschen Dorothee an ihrer neuen Wirkungsstätte in Düren liebe Menschen, mit denen sie Herausforderungen meistern kann und wo sie sich mit Leib und Seele für ihre Sache einsetzen kann. In ihrer Zeit in unserer GdG hat sie wunderbare biblische Erzählpuppen, sogenannte Egli-Puppen, zusammen mit einem Team gebastelt, die z.B. in der Kommunionvorbereitung, bei Familiengottesdiensten, bei Bibelgesprächen und vielen anderen Gelegenheiten wunderbar eingesetzt werden können. Diese Puppen bleiben hier und wenn wir in Zukunft mit ihnen arbeiten, werden wir immer an Dorothee denken.

Und da kommt mir noch eine Zeile aus dem eingangs erwähnten Lied in den Sinn:

„Warum merkt man immer erst beim Winken, wie schön es war?“

Dorothee, wir winken Dir zu und wünschen Dir alles Gute und Gottes Segen.

Andrea Pohlen für den GdG Rat