Liturgieprojekt in der Fasten- und Osterzeit 2018

Von Aschermittwoch bis Pfingsten 2018 waren in unserer Kirche St. Hubertus die Kirchenbänke in elliptischer Form angeordnet, Altar und Ambo stellten die zwei Brennpunkte dieser Ellipse dar. Positive und negative Stimmen wurden laut, Unterstützung und Fragen, Freude in Gemeinschaft Gottesdienst feiern zu können und Irritation für das persönliche Beten.

So erfolgte nach dem Rückbau in die bekannte Sitzordnung eine Einladung zu Reflexion und Gespräch. Gut 20 Menschen sind dieser Einladung gefolgt. In einem offenen Gespräch mit guter Atmosphäre konnten alle ihre Empfindungen, Sorgen, Fragen und Freuden zum Ausdruck bringen.

Hier kommen die verschiedenen Beiträge des Abends in unsortierter Reihenfolge:

  • Stühle bieten Flexibilität
  • Gegenüberstellung von Wort und Tisch/Brot
  • Zentrale Sitzposition lässt Gemeinschaft erleben, je weiter die Sitzposition nach außen, in die hinteren Bänke geht, verlässt man diese Gemeinschaft
  • Heimat genommen-Einheit gestört
  • Als Lektorin/GD-Leiterin: Irritation durch Menschen, die im Rücken sitzen; Schwierigkeit, da nicht alle im Blick zu haben sind
  • Wohlfühlen – nicht wohlfühlen
  • Beginn des Projektes mit Beginn der Fastenzeit sehr gut: Ich bin, weil Du bist – Blick auf die Gemeinschaft
  • Den anderen sehen, ansehen, stärkt die Gemeinschaft, das Gemeinsam Dasein/ Wort und Brot kommen zusammen
  • Veränderungen sind gut! Positiv: Laienarbeit/WGF positiv, aber: unser Kirchenraum gibt die Veränderung nicht her!
  • Bild der Bergpredigt: ich habe auch etwas mitzugeben, das ist ein Widerspruch zum Dialog
  • Bild des Abendmahls: gemeinsames Essen, gemeinsames Erzählen
  • Beerdigungen sind eher problematisch
  • Säulen geben die „Möglichkeit des sich Versteckens“
  • Die Frage des „Richtigsehens“ stellt sich in der alten wie in der neuen Sitzordnung
  • Neue Sitzordnung gibt ein Gemeinschaftsgefühl „weil wir uns sehen“, GD-Leitung ist Teil der Gemeinschaft
  • Kirchengebäude gibt eigentlich die Sitzordnung im Kreis nicht her; für spezielle GD schon-> Innehalten, Erstkommunion
  • „Ich habe keine Rückzugsmöglichkeit“
  • Veränderungen haben mit Angst zu tun, sinnvoll erscheint: beide Gruppierungen (positive und negative Kritiker) mit einzubinden
  • Stühle sind eine flexible Möglichkeit
  • Möglichst viele mitnehmen, nicht „die Alten“ abhängen
  • Nicht über Sitzordnung Änderungen ermöglichen, sondern über Inhalte, über Gestaltung
  • Veränderungen erfahrbar machen
  • Wahl zwischen Angesehen werden oder andächtig für mich sitzen
  • Wer gibt den Ton an? Die „Konservativen“ oder die „Junggebliebenen“?
  • Wie wichtig ist die Sitzordnung? Ist ihr Stellenwert zu hoch?
  • Wie können die Inhalte des Projektes noch umgesetzt werden?
  • Kommunion-Dialog

 

Letztendlich ging es an diesem Abend immer wieder um die Frage:

„Wie können wir heute so Gottesdienst feiern, dass unser Glaube lebendig wird, Gemeinschaft entstehen kann und Jesus Christus in unserer Mitte sichtbar wird?“

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Familie Grömping 02471/133914 | Katharina Malms 02471/2093163 
Marielies Schwering 02471/8011 | Veronika Meffert 02471/2687
Ruprecht van de Weyer 0151/23004783

 

 

Liturgieprojekt Roetgen neue Bankkonfiguration (c) L. Paßen

Liturgieprojekt 2018