Nach langer Unterbrechung

GdG-Rat tagte wieder

(c) Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Datum:
Mi 2. Sep 2020

Die ungewollte Pause dauerte mehr als ein halbes Jahr. Erstmals nach dem Lockdown traf sich der GdG-Rat am 1. September zu einer Sitzung im großen Egilhardussaal der Abtei Kornelimünster. Hier konnten 22 anwesende Mitglieder mit Abstand in großer Runde zusammensitzen und die Ratsarbeit wieder aufnehmen.

Die Corona-Krise ist weder ausgestanden noch spurlos an uns vorüber gegangen. Zwei Monate dauerte der „Stillstand“, gut 3.5 Monate sind seit dem behutsamen „Neustart“ mit einer ersten, öffentlichen Eucharistiefeier am 10. Mai in Schmithof vergangen. Die Versammelten nahmen sich Zeit für einen intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch und hörten einander gut zu. Dabei wurden Neuentdeckungen, Sorgen und Aufgaben festgehalten. Das Ergebnis hinterließ Eindruck und soll geteilt werden. Hier die Abschrift der Stichwortsammlung:

NEUENTDECKUNGEN: Unbeschwertheit der Kinder | kreative Ideen & „Digitales“ | Entschleunigung | Flexibilität | vieles ist in Frage gestellt | Wert des Gesangs | was alles zuhause geht... | Telefonkontakte | Spiritualität zuhause | Messdiener eine super Truppe | gut leben, auch ohne Gottesdienste | viele Termine fehlten mir gar nicht | Corona war auch gut für manches | Impulse an unüblichen Orten | Bibel & Rucksack als Gottesdienst erlebt | Caritasarbeit führt in die Zukunft der Kirche | ökumenischer Gottesdienst auf dem Marktplatz | alternative Gottesdienstformen | Gemeinde vermisst (in Eucharistiefeiern „ohne Öffentlichkeit“) | Erstkommunion-Familien blieben beieinander | die Alten kommen zum Treff | Möglichkeit, sich unkompliziert zu treffen | Pastoralteam funktionierte gut | wie gut es uns geht | Natur | Telefon- und Videokonferenzen | Kirchen & Menschen | Ansprechbarkeit & Hilfsbereitschaft | es gab viele Anlässe für Dank | Klauser Kapelle hat viel Zulauf | Marienkapelle stark besucht | vieles lief unkompliziert |

SORGEN: Kita: Angst vor 2. Welle | Abbrüche | das System hat Starrheit | Wo führt die Entwicklung hin? | sind wir noch bei den Menschen? | Vereinsamung vieler (Älterer) | Kontaktverluste | Verlust von Vertrautem | Einebnung des Sonntags (=ist kein Höhepunkt mehr) | Spaltung | die Leute werden wegbleiben | wir haben noch  keine neuen Wege gefunden | Verlust der Familien | wir machen einfach weiter so | was wird aus der „Laien“-Struktur | Gejammer | Probleme in der Flüchtlingsarbeit

AUFGABEN (= Themenspeicher): gute Reflexion der Erfahrungen | Organisation der Ordnungsdienste | Gemeinschaft erhalten |neue Arbeitsformen finden | andere Formen der Verkündigung entwickeln | kreative Ideen + Erfahrungen mitnehmen | „Diakonie first“ | spontaner werden

SONSTIGES: viel Angst, wenig Vertrauen | es braucht die Freude

Nach einer Pause mit Raumlüftung standen weitere Themen auf der Tagesordnung: Mit Ende November verlässt Pastoralreferent Patrick Wirges die GdG und es ist offen, wie und von wem Aufgaben übernommen werden können. Weihnachten wird in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen stattfinden und bis zu den Herbstferien sollen Interessierte sich in einer Ideen-AG treffen können. Der Kassenbericht 2019 weist in etwa ausgeglichene Zahlen bei Ein- und Ausgaben auf. Wichtige Entwicklungen waren vorab in schriftlichen Kurzberichten zur Kenntnis gebracht und es gab keine Rückfragen.

Ein mutmachendes „Wort auf den Weg“ beschloss diese besondere Sitzung nach langer Zeit um 22 Uhr.

Patrick Wirges, Pastoralreferent