Gutes sehen

GdG-Rat trifft Regionalteam

Photo by Ryan Magsino on Unsplash (c) Ryan Magsino / unsplash
Photo by Ryan Magsino on Unsplash
30.1.19
Patrick Wierges

Die erste Sitzung des GdG-Rates in 2019 fand am 28. Januar im Pfarrheim Hahn statt. Hauptthema war ein Gespräch mit Vertreter/innen des neuen Regionalteams. Pastoralreferentin Katrin Hohmann vom Leitungsteam der Region Aachen-Stadt sowie Sabine Meyer-Wagner und Dr. Markus Schröder vom angegliederten Prozessteam nahmen als Gäste teil.

In zwei Kurzberichten wurden zwei wegweisende Erfahrungsfelder an der Himmelsleiter vorgestellt. 1) ZWAR (= Zwischen Arbeit und Rente) ist ein Netzwerk-Projekt, das im November 2018 nach längerer Vorarbeit von Caritas-Mitarbeiterin Margit Umbach in Roetgen an den Start ging. In Kooperation mit der Kommune Roetgen und der ZWAR Zentralstelle Dortmund (NRW-Landesprojekt) sind Frauen und Männer 55+ angesprochen. Soziale Kontakte aufbauen und stärken, selbstorganisiert und selbstbestimmt - das sind Kennzeichen der Netzwerkarbeit. Über 80 Personen kamen zum Gründungstreffen, gut 35 Frauen und Männern treffen sich seitdem regelmäßig in der ZWAR Basisgruppe. Der Start und die ersten Erfahrungen dieses sozialraumorientierten Neuansatzes sind sehr vielversprechend. 2) Die Pfarrei Christus unsere Einheit in Lichtenbusch ist seit 1997 mit einem ehrenamtlichen Leitungsteam unterwegs. Partizipation, Selbstbestimmung und geteilte Verantwortung ist in vielen Jahren eingeübte Selbstverständlichkeit und Praxis. Eine Stärke dieser deutsch-belgischen Gemeinde ist die Liturgie, die immer von mindestens zwei Mitgliedern eines liturgischen Arbeitskreises vorbereitet und gestaltet wird. Herausforderungen sind, dass nur noch an vier Sonntagen im Jahr sowie an Hochfesten eine Eucharistie in der Pfarrkirche gefeiert wird. Auch die finanziellen Sorgen plagen die Pfarrei, die für die Hälfte ihrer belgischen Mitglieder keine Zuschüsse des Bistums erhält.

Die Gäste vom Regionalteam stellten ausführlich den Bistumsprozess „Heute bei dir“ vor und umrissen ihre Zielsetzung: als vom Bischof bestellte regionale Leitungsinstanz wollen sie Anwalt der Interessen der Region sein und herausfinden, was in Zukunft erhalten werden soll. Mit einer breit angelegten Umfrage möchten sie das Wissen in der Region aufnehmen, auswerten und auf jeden Fall auch wiederkommen zum weiterführenden Gespräch. Ein Fragebogen wurde verteilt und wird an die Gremien und Interessierte weitergegeben.

Der GdG-Rat beschäftigte sich mit der Verteilung priesterlicher Dienste an den Kar- und Ostertagen. Propst Vienken hat Mitbrüder für Eucharistiefeiern gewinnen können. Das Angebot ist trotzdem gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Verantwortlichen vor Ort planen nun weitere Gottesdienste.

Eine längere Liste von Infos und Verschiedenem wurde abgearbeitet. Die intensive Sitzung brauchte diesmal eine Verlängerung.

Patrick Wirges, 29. Jan. 2019