Corona: was alles ging

Caritas-Ausschuss mit einer Bilanz

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Datum:
Di 1. Sep 2020

Corona brachte den Lockdown und hob das Leben aus den Angeln. Von jetzt auf gleich ging ganz viel nicht mehr und das Wörtchen „abgesagt“ war in aller Munde. Aber im Stillstand gab es Bewegung. Es entwickelten sich kleine, feine, neue Initiativen. Gute Beispiele bietet das Feld des Sozialen. Der Caritas-Ausschuss der Gemeinschaft der Gemeinden hat zusammengetragen, was an der Himmelsleiter ging.

Besonders im Bereich der Altenarbeit wurde versucht, der Vereinsamung entgegenzuwirken durch Telefonieren, Briefe, Ostergrüße und anderes. Inzwischen wurde in Hahn im glücklicherweise großen Pfarrsaal das ‚Hahner Verzällchen‘ wieder aufgenommen - mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. An anderen Orten wird zur Zeit geprüft, wie über die Gottesdienste hinaus Aktivitäten gestaltet werden können.

In der vielfältigen Flüchtlingsarbeit waren in diesen Monaten nur persönliche Einzelkontakte möglich. Ohne echte Zusammenkünfte wurden Gespräche noch wichtiger. Auch Projekte wie die Nachbarschaftsfeste in Lichtenbusch und am Hochhausring in Walheim sind aktuell nicht möglich. Aber die Suche nach neuen Wegen und Terminansätzen läuft.

In Kornelimünster ging Ende 2019 ‚Onkel Alex‘ an den Start. Es ist ein Lebensmittelmarkt orientiert am „Tante-Emma-Konzept“, wo der inklusive Gedanken gelebt wird und Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. In der Krise bewährte sich das Konzept mit regionalen, nachhaltigen sowie teils eigenen bio-zertifizierten Produkten. Der Laden hat sich etabliert und bot in der ersten heißen Phase der Epidemie auch Lieferdienst an.

Im Kontakt mit einigen örtlichen Gruppen (Pfadfindern, Messdiener, ZWAR u.a.) wurden in Roetgen und Kornelimünster Botendienste aufgebaut nach dem Motto ‚Nachbarn helfen an der Himmelsleiter‘. Das stieß auf viel Zustimmung, wurde aber wenig nachgefragt. Mit der schönen Erkenntnis, dass anscheinend die Nachbarschaftskontakte an der Himmelsleiter eng genug sind, um derartige Hilfen über den Zaun weg zu ermöglichen.

In Venwegen und Lichtenbusch wurde die Anregung zur Verteilung von ‚Hoffnungsbriefen‘ aufgegriffen, die als Hefte mit Mutmacher-Gedanken in die Haushalte verteilt wurden. Das war eine Ergänzung zu spirituellen Impulsen, die an vielen Stellen auslagen und besonders an beliebten Wanderzielen rege mitgenommen wurden.

Neue Einsichten bot auch ein kurzer Film über das Masken-Nähen in Venwegen. Vor allem für Caritas-Einrichtungen, Altenheime und die Aachener Hospize wurde hier in der Not eine ganz praktische und konkrete Hilfe geboten. (zum Film).

Der Caritas-Ausschuss der GdG Aachen-Kornelimünster/Roetgen trifft sich als Arbeitskreis des GdG-Rates und kümmert sich um eine Stärkung und Vernetzung der kirchlichen caritativen Arbeit in den Gemeinden. Ansprechpartnerinnen sind Barbara Krause und Margit Umbach.

Kontakt   margit.umbach@himmelsleiter.de

Caritas der Gemeinde