Katholische Kirche an der Himmelsleiter

Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Kornelimünster/Roetgen

Kommunion-Kinder-Aktion 2020

KoKi – Newsletter 3                                

Liebe Kommunionkinder,

vergangene Woche habt ihr ja die Geschichte von Lazarus gelesen. Ihr habt euch mit dieser Geschichte befasst, etwas dazu gebastelt oder gemalt oder auch auf der Karte nachgeschaut, wo Bethanien liegt. Das ist gar nicht so weit von Jerusalem entfernt.

Bestimmt habt ihr beim Lesen auch bemerkt, dass einige einflussreiche Menschen das Verhalten von Jesus ablehnen. Sie haben Angst um ihre Macht und wollen Jesus töten lassen. Es wird immer gefährlicher für Jesus.

Heute nehmen wir euch mit nach Jerusalem. Wir erzählen euch, dass Jesus sich mit seinen Freunden auf den Weg in die Hauptstadt macht, um das Pessachfest zu feiern.  Das Pessachfest ist das „Fest der Erinnerung“: Es erinnert daran, dass Moses die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Es ist das wichtigste Fest der Juden – bis heute.

Den Tag, an dem Jesus in Jerusalem von den Menschen begeistert begrüßt wird, nennen wir Palmsonntag. Mit Palmsonntag beginnt die „Heilige Woche.“ Wir nennen sie so, weil in dieser einen Woche so viel geschehen ist, was für unseren Glauben ganz wichtig ist.

Wollt ihr uns begleiten?

 

 


„Hosianna“ – Jesus soll unser König sein

 

Das Pessachfest rückte immer näher. Von allen Seiten strömten die Menschen nach Jerusalem. Und jeden Tag kamen noch mehr Menschen dazu, Hunderte, Tausende und noch viel mehr.

Da machte sich auch Jesus mit seinen Jüngern auf den Weg und zog nach Jerusalem. Als sie von ferne die Stadt sehen konnten, blieb Jesus plötzlich stehen und befahl ihnen: „Geht in das Dorf, das vor uns liegt! Dort werdet ihr gleich am ersten Haus einen jungen Esel finden, der angebunden ist. Bindet ihn los und führt ihn zu mir! Und wenn euch jemand fragt: „Warum macht ihr das?“ Dann antwortet ihm: „Der Herr braucht ihn.“ Dann wird er euch den Esel geben.“

 Die Jünger sahen Jesus fragend an. Was hatte er vor. Wozu brauchte er einen Esel? Aber plötzlich fiel ihnen ein was in den Büchern der Propheten über den Retter stand:

Freue dich sehr und jauchze, du Stadt Jerusalem!

Denn siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und Helfer,

arm und reitet auf einem Esel!“

Da verstanden die Jünger, was Jesus vorhatte. Auf einen Esel wollte er in Jerusalem einziehen. Als König und Retter wollte er kommen. Schnell liefen sie zu dem Dorf und fanden alles so, wie Jesus es gesagt hatte. Sie banden den Esel los, führten ihn zu Jesus und legten ihre Mäntel darauf. Da setzte sich Jesus auf den Esel und ritt los.

Als aber die anderen Leute sahen, wie Jesus nach Jerusalem einzog, eilten sie herbei. Sie jubelten und sangen:“ Hosianna! Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn.“ Von allen Seiten kamen sie an. Sie liefen Jesus voraus, zogen ihre Mäntel aus und breiteten sie auf dem Weg aus wie einen Königsteppich. Einige kletterten auf Bäume, rissen Zweige ab und schwenkten sie fröhlich wie Fahnen. Und immer mehr Menschen eilten herbei. Sogar von Jerusalem zogen sie Jesus entgegen. „Hosianna!“ jubelten alle. „Hosianna! Hosianna!“ erklang es überall. Singend zogen sie – Kinder wie Erwachsene – mit Jesus in die Stadt ein.
Ganz Jerusalem war in Aufregung und man fragte:“ Wer ist das?“ Die Leute sagten: „das ist der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa.“
Aber das hörten auch die Pharisäer und Hohenpriester. Sie waren wütend und empört: „Er lässt sich als König und Retter feiern.“ Hinter verschlossenen Türen schimpfte Kaiphas, der Oberpriester: „Was wollen wir machen? Die Menschen lieben ihn. Wir müssen Ihn sobald wie möglich aus der Welt schaffen.“
(nach Neukirchener Kinderbibel)

 


Gedanken dazu:

 

Die Menschen jubeln Jesus zu und rufen Hosianna, Jesus soll unser König sein.

Was macht eigentlich einen König aus? Woran erkennt man ihn?

  • Ein König trägt eine Krone. Durch die Krönung ist für alle klar: Das ist der neue König. Nur ein König darf eine Krone tragen.
  • Ein König hat ein Zepter. Das ist ein Herrscherstab, der macht deutlich, dass man seinem Befehl folgen muss. Das Zepter ist ein Zeichen der Macht. So, wie der König es sagt, muss es gemacht werden.
  • Ein König trägt einen kostbaren Umhang, einen Purpurmantel; der ist sehr teuer. Der König zeigt damit wie wichtig er ist.
  • Ein König hat ein Schwert, er hat ein starkes Pferd und Soldaten. Mit dem Schwert kann er sein Land verteidigen. Wenn er ein starker König ist, kann er auch andere Länder erobern und Krieg führen.

Aber Jesus ist kein König, wie wir uns das normalerweise vorstellen. Er hat nichts von dem, was wir gerade aufgezählt haben. Er hat keine Krone, keinen Herrscherstab, keinen wertvollen Umhang, kein Schwert.

Wenn Jesus das alles nicht hat, warum haben die Leute ihn dann so begeistert begrüßt?  Warum wollen die Leute ihn zum König machen?

  • Jesus hat ein Herz für alle Menschen, Nicht nur für Schöne und Reiche, sondern vor allem für Ausgestoßene und Kranke. Jeder Mensch ist für Jesus einzigartig und wertvoll.
  • Jesus will den Menschen nahe sein. Er berührt sie mit seinen Händen und heilt sie. Er nimmt sich der Sorgen und Nöte der Menschen an und hilft, wo er kann.
  • Jesus sammelt keine Reichtümer, um sie für sich zu behalten. Er teilt und sorgt für alle. Er teilt das Brot und den Wein, und so stiftet er Gemeinschaft.
  • Jesus bringt den Menschen die frohe Botschaft: Gott ist für uns da. Wir sind in seiner Liebe geborgen, egal was passiert.

 

Dass Jesus so denkt und handelt, hat die Menschen berührt und überzeugt.
So sollte ihr König sein!





Ideen und Anregungen:

 

  • Mit wem möchtest du gerne über diese Geschichte sprechen?
    Vielleicht hast du ja Fragen dazu.

  • Wenn du Geschichte nachspielst, z.B. mit Playmobil oder Lego, kannst du zu den einzelnen Szenen ein Foto machen

  • Male ein Bild dazu

  • Du kannst auch einen Palmstecken basteln. (Anregungen findest du hier links am Rand)

  • Schreib ein paar Gedanken zur Geschichte auf.
  • Quizfragen:
    1. Wohin war Jesus unterwegs
    2. Was sollten die Jünger besorgen
    3. Was wollte Jesus?
    4. Wer begegnet ihnen auf dem Weg?
    5. Was machten die Leute?
    6. Wie reagierte Jesus?
    7. Freuten sich alle?

 


Und jetzt:

Schick uns gerne eine Mail an KoKi@Himmelsleiter.de mit Deinen Gedanken, deinem Foto oder deinem Text.
Für Fragen, Kommentare und Anregungen stehen wir natürlich auch zur Verfügung!


Außerdem möchten wir deinen Beitrag gerne anderen Kindern zeigen. Deshalb werden wir alle Ideen, die bis Donnerstagmittag 12 Uhr bei uns sind, auf unserer Homepage veröffentlichen: www.gdg-himmelsleiter.de

Du möchtest uns einen Brief schicken? Dann schreibe an:
Dorothee Wakefield – Albert-Einstein-Str. 36 – 52076 Aachen

 

Wichtig dabei!!

Bitte besprich das mit Deinen Eltern. Solltest du eine Veröffentlichung nicht wollen, sag uns bitte unter KoKi@Himmelsleiter.de Bescheid. Wenn Du ein Foto schickst, auf dem Du zu sehen bist, dürfen wir das nur mit der Genehmigung Deiner Eltern veröffentlichen.                                           

 

 

 ... jetzt geht's los


Dorothee Wakefield – Martina Kirch – Brigitte Palm

 

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